Der 8. Senioren- und Pflegebericht enthält für den Stadtbezirk Hamborn mehrere auffällige Zahlen und Aussagen.

Besonders deutlich ist dies bei der Tagespflege: Während zahlreiche andere Stadtbezirke über mindestens vier Tagespflegeeinrichtungen verfügen, weist Hamborn zum 31.12.2024 lediglich eine Einrichtung auf.

Der Bericht bezeichnet Hamborn ausdrücklich als den einzigen Bezirk, in dem weiterhin ein deutlicher Nachholbedarf bei der Tagespflege gesehen wird.

Auch bei der stationären Dauerpflege zeigt sich eine besondere Entwicklung.

Für Hamborn weist der Bericht zum 15.12.2024 insgesamt 979 vollstationäre Dauerpflegeplätze aus. Gleichzeitig kam es 2023 im Haus Marxloh zu einer Reduzierung von 81 auf 57 Plätze.

Der Bericht weist zudem darauf hin, dass sich eine weitere Einrichtung im Bezirk Hamborn noch im Bau befindet und ein Träger damit teilweise einen zuvor im selben Bezirk erfolgten Platzabbau kompensieren will.

Auffällig ist darüber hinaus, dass der Bericht zwar die Zahl der stationären Plätze für Hamborn darstellt, aber keine entsprechende kleinräumige Zahl der Pflegebedürftigen, der tatsächlich versorgten Hamborner Einwohnerinnen und Einwohner, der abgelehnten ambulanten Anfragen oder der tatsächlichen Auslastung der Einrichtungen im Bezirk ausweist.

Damit lässt sich aus dem Bericht allein nicht feststellen, ob die rechnerisch vorhandenen Kapazitäten tatsächlich dem örtlichen Bedarf entsprechen.

Die Bezirksvertretung sollte daher insbesondere klären, wie die Stadt die ausdrücklich festgestellte Unterversorgung bei der Tagespflege bewertet, welche konkreten Maßnahmen für Hamborn vorgesehen sind und welche kleinräumigen Daten für eine belastbare Pflegebedarfsplanung im Stadtbezirk künftig erhoben werden.

Hier geht es zu unserer Anfrage.